Die Rolle  der TRO (Tamilische Rehabilitations-Organisation)

TRO ist eine registrierte gemeinnützige Organisation, die Mitglied im Dachverband der gemeinnützigen Organisationen Sri Lankas ist. Die TRO besitzt ein Netzwerk von 14 weltweiten Büros. Sie arbeitet transparent und legt ihre finanziellen Mittel offen. Jährlich wird ein Finanzbericht herausgegeben. Die TRO sieht ihre Hauptaufgabe darin, den Menschen im Nordosten Sri Lankas humanitäre Hilfe und Rehabilitationsmassnahmen zu kommen zu lassen.

Die TRO arbeitet sehr eng mit der Regierung Sri Lankas und ihren vielen Aussenstellen ebenso zusammen wie mit den internationalen und nationalen NGOs und den multilateralen Organisationen, die Hilfsmassnahmen für den Nordosten durchführen. Wir heissen sie nicht nur willkommen, sondern lassen ihnen jede Unterstützung zu Teil werden, soweit unsere Möglichkeiten es gebieten. Alle Personen und Organisationen, die den Wunsch hegen, bei Hilfsmassnahmen im Nordosten beraten zu werden, möchten sich bitte an unser Büro in Colombo wenden. Wir koordinieren ihre Aktivitäten, damit die Hilfe optimal ankommt und unterstützen sie mit allen Mitteln. Ausser der Arbeit mit den verschiedenen NGOs führt die TRO auch eigene Hilfsmassnahmen durch.

Es muss unterstrichen werden, dass, obwohl die TRO ihre Aktivitäten nur auf den Nord-Osten beschränkt, es nicht bedeutet, dass sie nur den Tamilen hilft. Es gibt in diesem Gebiet eine Menge singhalesischer und muslimischer  Menschen, die in den 252 Wohlfahrtszentren zusammen mit den Tamilen versorgt werden. Die TRO hat einen Mitarbeiterstamm von 3500 Personen, die im Nordosten arbeiten.

Die Rolle der Tsunami Einsatzzentrale

Um den von Tsunami geschädigten Menschen Soforthilfe und lebensretende Massnahmen zu kommen zu lassen, haben wir in unserem Hauptbüro in Colombo eine Tsunami Einsatzzentrale eingerichtet.

Mit der Errichtung dieser Einsatzzentrale, die von aufopferungsvollen Mitarbeitern und Freiwilligen, die rund um die Uhr arbeiten, geleitet wird, will die TRO die ungeheure Mammutaufgabe, Hilfsmassnahmen durchzuführen und den Ressourceneinsatz optimal zu gestalten, lösen. Die Hauptaufgaben  der Einsatzzentrale sind:

  • Die zentrale Koordinierungsstelle für alle Katastrophen- und Hilfsmassnahmen sein
  • Nationalen und internationalen Medien den Besuch der bertroffenen Gebiete ermöglichen
  • den Kontakt mit der Diaspora und den Spendern herstellen, um Spenden zu erhalten
  • Alle freiwilligen Helfer, die in Nordost helfen wollen, zu beraten
  • Den Kontakt zur Regierung Sri Lankas, den lokalen und internationalen NGOs und allen humanitären Organisationen aufbauen, um die Hilfsmassnahmen zu koordinieren

Übersicht über die Hilfsmassnahmen

Es gibt in sechs Distrikten des Nordostens 380 Wohlfahrtszentren, die ca 616.255 Menschen eine Unterkunft bieten. Davon werden 252 Zentren von der TRO geleitet. Im einzelnen sehen die Details in den Wohlfahrtszentren, die von der TRO geleitet werden, folgendermassen aus. (Stand 2.Januar 2005)

Zentrale Herausforderungen für die Wohlfahrtszentren

Die bestehenden Wohlfahrtszentren sind mittel- und langfristig nicht nachhaltig, weil:

  • Schulen müssen öffnen, wenn die Ferien vorbei sind.
  • Kleinere Zentren sind übervölkert und deswegen ist die Seuchengefahr grösser.
  • Die Menschen sind nicht entsprechend ihrer speziellen Bedürfnisse getrennt. Schwangere, Kranke, Verletzte und Traumatisierte leben zusammen. Das verhindert nicht nur angemessene Hilfe für die speziellen Bedürfnisse, sondern verursacht auch soziale Proobleme. Die TRO bringt das Problem regelmässig zur Aussprache.

Was hat die TRO bisher gemacht?

Die TRO leitet 250 Wohlfahrtszentren im Nordosten. Seit der Katastrophe werden täglich im Durchschnitt etwa 10 LKW-Ladungen an Medikamenten, Nahrung und anderen Dingen in den Nordosten verschafft. Einige andere Aktivitäten, die die TRO unternimmt, sind folgende:

  • Einsatz von 12 medizinischen Teams (52 Ärzte) in Batticaloa, Amparai und Trincomalee.
  • 127 LKW-Ladungen an Hilfsgütern bis zum 4. Januar in den Nordosten geschickt.
  • Unter der tamilischen Diaspora Hilfsgüter im Wert von 200 Millionen Rupees gesammelt.
  • Vorbereitungen getroffen, um neue Wohlfahrtszentren innerhalb der nächsten zwei Wochen aufzubauen.
  • Mit 32 geschulten Lehrern aus Trincomalee psychologische Hilfe in den Zentren geleistet.
  • Schutzmassnahmen getroffen, um die ausländischen Mitarbeiter vor möglichen Seuchen zu schützen.
  • Schutzmassnahmen eingleitet, um mögliche Krankheiten (wie Diarrhö, Masern und Malaria) zu verhindern.
  • Massnahmen zur Warnung vor Landminen eingeleitet, um die Bevölkerung vor den Folgen von nicht entschärften Landminen zu warnen, die duch die Fluten angespült worden sind Die Tarotportalen.

Dringender Bedarf an folgenden Hilfsgütern

  • Medikamente und medizinisches Gerät
  • Nahrung
  • Wasser und Sanitäranlagen
  • Unterkünfte

Hindernisse, die einer effektiven Hilfe im Wege stehen

  • die Sri Lankanische Armee verhindert die Hilfstransporte, insbesondere im Osten, indem sie die Transporte überfällt und die Hilfsgüter beschlagnahmt.
  • es gibt im aufgeblähten Staatsapparat hartnäckige Bürokraten, die einer schnellen. Verteilung der lebenswichtigen Hilfsgüter im Wege stehen. Manche Behörden und Regierungsstellen sind nicht kooperativ.
  • Der Beschluss der Präsidentin, alle Hilfsmassnahmen unter die Kontrolle und Verantwortung der Armee zu stellen, verhindert nicht nur eine effektive Verteilung der Hilfsgüter, sondern erhöht auch die Spannungen in den konfliktträchtigen Gebieten.